Die Retinoide Sie umfassen sämtliche Derivate von Vitamin A, deren Wirkungsweise hauptsächlich auf ihrer Fähigkeit beruht, sich an die nukleären Rezeptoren RAR und RXR zu binden, um die Genexpression zu modulieren, die an der Keratinozytenproliferation, der Zelldifferenzierung und der Synthese der extrazellulären Matrix beteiligt ist. Sie werden in der Dermatologie und Kosmetik häufig eingesetzt, um Falten abzuschwächen, die Gleichmäßigkeit des Hauttons zu verbessern und die Hautstruktur zu verfeinern. Das Retinol ist die in der Kosmetik am häufigsten verwendete Form. Nach der Anwendung wird es doppelt oxidiert, um sich in Retinsäure umzuwandeln, die biologisch aktive Form. Weitere Formen sind: Retinaldehyd, das schneller in Retinsäure umgewandelt wird, Retinolester, die besser verträglich, aber weniger wirksam sind, und Tretinoin, das nur auf Rezept erhältlich ist.
Die Kombination von Retinoiden mit Argireline weist ein theoretisch erhebliches Potenzial auf, obwohl bislang keine Studie diese Kombination direkt untersucht hat.
Tatsächlich wirken die Retinoide wirken in der Tiefe auf epidermaler und dermaler Ebene, indem sie die Kollagenproduktion stimulieren und die Qualität der extrazellulären Matrix verbessern. Das Argireline, seinerseits zielt auf einen anderen Mechanismus ab: die Modulation der Freisetzung von Neurotransmittern, die an der Muskelkontraktion beteiligt sind, was dazu beiträgt, mimische Falten zu reduzieren. Durch die Kombination dieser beiden Wirkungswege könnte man eine kosmetische Formel erhalten, die auf mehreren Ebenen wirkt, um Altersanzeichen zu bekämpfen. Diese Synergie ist also vielversprechend, bleibt aber bisher hypothetisch und muss noch durch klinische Studien bestätigt werden.