Die chemische Synthese ist heute das wichtigste Produktionsverfahren für Vitamin C, sowohl für pharmazeutische als auch für kosmetische Anwendungen. Sie beruht größtenteils auf dem nach Reichstein benannten Verfahren, das in den 1930er Jahren entwickelt wurde und in optimierten Formen noch im industriellen Maßstab eingesetzt wird. Dieses Verfahren ermöglicht es, D-Glucose, die meist aus Maisstärke gewonnen wird, in L-Ascorbinsäure, die biologisch aktive Form von Vitamin C.
Synthetisches Vitamin C ist chemisch und biologisch strikt identisch mit dem natürlich in Pflanzen vorkommenden Vitamin C.
Mehrere aufeinanderfolgende Schritte sind erforderlich, die organische Chemie und Biotechnologie kombinieren, um das richtige Stereoisomer zu erhalten. Im ersten Schritt wird Glukose mit einem Raney-Nickelkatalysator zu D-Sorbitol hydriert. Dieses Sorbitol wird anschließend durch mikrobielle Fermentation zu L-Sorbose oxidiert, ein entscheidender Schritt, der die korrekte stereochemische Konfiguration des Moleküls. Die Hydroxylgruppen der L-Sorbose werden dann durch Acetalbildung in Gegenwart von Aceton und Schwefelsäure bei niedriger Temperatur geschützt, bevor eine klassische chemische Oxidation mit Kaliumpermanganat in alkalischem Milieu erfolgt.
Der letzte Schritt entspricht der Schließung des Lactonrings, wodurch Ascorbinsäure entsteht. Er kann entweder durch Erhitzen in wässrigem Medium erfolgen oder durch Veresterung, gefolgt von einer Behandlung mit Natriummethoxid und einer abschließenden Ansäuerung. Modernere Varianten des Verfahrens umfassen außerdem eine direkte Oxidation in Gegenwart von Sauerstoff und eines Platin-Katalysators, um die Ausbeuten zu verbessern.
Bei Typology verwenden wir stabile Derivate von Vitamin C gewonnen aus D-Glucose mittels des Reichstein-Grüssner-Verfahrens, das chemische Schritte und einen mikrobiologischen Schritt kombiniert.