Die fettige Haut ist gekennzeichnet durch eine übermäßige Talgproduktion, die auf eine gesteigerte Aktivität der Talgdrüsen. Obwohl Talg eine wesentliche Rolle beim Hautschutz spielt, kann ein Übermaß das Gleichgewicht der Haut stören und das Auftreten von Unreinheiten und manchmal auch entzündlichen Phänomenen fördern. Die Behandlung fettiger Haut ist relativ kompliziert: Es gilt, die Talgsynthese in den Talgdrüsen zu regulieren und gleichzeitig die Barrierefunktion zu unterstützen und die Mechanismen einzuschränken, die Entzündungen oder die Oxidation des Talgs, die diesen komedogen machen können.
Dank der guten kutanen Penetration und des niedrigen Komedogenitätsindexes (1) kann das Schwarzkümmelöl theoretisch im Gesicht angewendet werden, auch bei fettiger Haut.
Einer der Hauptvorteile des Schwarzkümmelöls liegt in seinen entzündungshemmenden Eigenschaften, die weitgehend auf Thymochinon zurückgeführt werden, eine bioaktive Verbindung, die spezifisch für Nigella sativa. Thymochinon wird in der wissenschaftlichen Literatur als in der Lage beschrieben, mit verschiedenen Signalwegen der entzündlichen Reaktion zu interagieren, insbesondere durch die Modulation der Produktion proinflammatorischer Mediatoren. Entzündungen spielen eine zentrale Rolle bei zahlreichen Problemen fettiger Haut, insbesondere wenn sich Talg ansammelt, was zur Entstehung entzündlicher Läsionen vom Typ Papeln oder Pusteln.
Die Schwarzkümmelöl weist ebenfalls eine antioxidative Wirkung, der auf das Vorhandensein phenolischer Verbindungen und von Molekülen zurückzuführen ist, die reaktive Sauerstoffspezies neutralisieren können. Dieser Aspekt ist besonders relevant für fettige Haut, da ein dem oxidativen Stress ausgesetztes Sebum sich leichter oxidieren kann. oxidativen Stress kann sich leichter oxidieren. Ein oxidiertes Sebum neigt jedoch dazu, noch fettiger zu sein und verstopft daher leichter die Hautporen, wodurch Unreinheiten entstehen. In diesem Sinne können die antioxidativen Eigenschaften von Schwarzkümmelöl für fettige Haut interessant sein.
Mehrere Studien haben sich darüber hinaus mit dem Schwarzkümmelöl beschäftigt, um zu Akne neigende Haut zu pflegen, einer Problematik, die häufig mit einer übermäßigen Talgproduktion einhergeht.
Eine klinische Doppelblindstudie mit Placebokontrolle untersuchte insbesondere die Wirksamkeit einer topischen Zubereitung auf Basis von Nigella sativa bei Patienten mit Akne. 60 Teilnehmer wurden eingeschlossen und auf zwei Gruppen verteilt, die entweder ein Hydrogel mit 1 % Nigella sativa oder das Vehikel erhielten. Sie trugen eine der Formulierungen zweimal täglich über 60 Tage auf. Eine signifikante Verbesserung wurde in der „Nigellaöl-Gruppe“ im Vergleich zur Kontrollgruppe beobachtet, was auf ein potenzielles Interesse des Nigellaöls bei akneanfälliger Haut hinweist, wahrscheinlich im Zusammenhang mit seinen entzündungshemmenden Eigenschaften.