Hauptursache dermatologischer Konsultationen, die Akne ist eine sehr häufige Hauterkrankung, die auf dem Zusammenspiel mehrerer biologischer Mechanismen beruht: Hyperseborrhoe, Verstopfung der Haarfollikel, Proliferation von Cutibacterium acnesund lokale Entzündungen. Hormonelle, genetische oder umweltbedingte Faktoren sowie bestimmte Kosmetika können ihr Auftreten begünstigen. Dennoch berichten viele Menschen darüber hinaus vom Auftreten eines stressbedingten Pickels oder eines stressbedingten Akne-Schubs während Prüfungsphasen, intensiver Erschöpfung oder emotionaler Anspannung.
Diese Beobachtung ist nicht nur subjektiv. Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen haben eine Korrelation zwischen dem Stressniveau und der Ausprägung von Akne nachgewiesen, was darauf schließen lässt, dass emotionale Schwankungen den Verlauf der Läsionen beeinflussen könnten.
Eine erste Querschnittstudie befasste sich mit dem Zusammenhang zwischen dem empfundenen Stressniveau und dem Schweregrad der Akne bei 144 Medizinstudentinnen im sechsten Studienjahr, im Alter von 22 bis 24 Jahren. Die Forschenden bewerteten die Intensität der Akne mithilfe des Global Acne Grading System (GAGS), während der Stress mittels der Perceived Stress Scale (PSS), einem in der Psychologie häufig eingesetzten Instrument, gemessen wurde. Die Analyse berücksichtigte zudem verschiedene Faktoren, die die Akne beeinflussen könnten, um Interpretationsverzerrungen zu minimieren (Schwankungen der Hormone im Blut, Medikamenteneinnahme, Luftfeuchtigkeit, Schweißbildung, Kosmetikgewohnheiten...).
Die Ergebnisse zeigten eine statistisch signifikante positive Korrelation zwischen der Intensität des Stresses und der Schwere der Akne. Konkret hatten die Teilnehmerinnen mit den höchsten Stresswerten auch die ausgeprägtesten Akneformen bei der klinischen Untersuchung. In der untersuchten Population zeigten 72,2 % der Studentinnen eine leichte Akne, 22,9 % eine mittelschwere Akne und 2,8 % eine schwere Akne, während nur 2,1 % keinerlei Läsionen aufwiesen. Diese Daten deuten daher darauf hin, dass eine Zunahme des Stresses kann mit einer Verschlimmerung der Akne einhergehen, was die Idee unterstützt, dass ein Akneausbruch durch Stress.