Die Ursachen für Mischhaut sind vielfältig und beruhen auf genetischen, hormonellen, umweltbedingten und verhaltensbezogenen Faktoren. Die Genetik spielt eine zentrale Rolle bei der Verteilung und Aktivität der Talgdrüsen, auch wenn im Allgemeinen im T-Bereich mehr Talgdrüsen zu finden sind. Hormonelle Schwankungen, insbesondere während der Pubertät oder im Verlauf des Menstruationszyklus, können ebenfalls beitragen. Androgene, insbesondere Testosteron und dessen aktive Form Dihydrotestosteron, stimulieren die Tätigkeit der Talgdrüsen. Die Umwelt beeinflusst ebenfalls die Physiologie von Mischhaut. Ein trockenes oder kaltes Klima begünstigt die Austrocknung und das Auftreten trockener Hautpartien, während Wärme und Feuchtigkeit die Talgproduktion anregen, was in den fettigen Zonen zu verstärktem Glanz und Unreinheiten führt. Diese Schwankungen können saisonal sein: Im Sommer tritt überschüssiger Talg häufiger auf, während im Winter vor allem die trockenen Partien dominieren.
Dies wurde übrigens durch eine Studie an 46 Teilnehmerinnen im Alter von 21 bis 37 Jahren bestätigt, die zeigte, dass sich der Hauttyp je nach Jahreszeit ändern kann. Die Forscher maßen die Sebumproduktion getrennt in der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) und der U-Zone (Wangen, Kiefer). Im Sommer wiesen 71,7 % der Teilnehmerinnen einen Mischhauttyp auf, verglichen mit weniger als 50 % im Herbst (26,8 %), im Winter (41,3 %) und im Frühling (34,8 %). Die Studie zeigte außerdem, dass lediglich 10,8 % der Teilnehmerinnen einen Hauttyp homogen über das ganze Jahr hinweg, während die Mehrheit für mindestens eine Jahreszeit signifikante Unterschiede in der Sebumproduktion zwischen der T-Zone und der U-Zone aufwies, was einem Mischhauttyp entspricht.