Pullulan wird in der Kosmetik hauptsächlich wegen seiner filmbildenden und texturgebenden Eigenschaften verwendet. Wasserlöslich und nichtionisch bildet es auf der Oberfläche von Haut und Haaren einen dünnen, homogenen und transparenten Film, der durch einen sofortigen Straffungseffekt wahrnehmbar ist. Dieser Film wirkt als physikalische Barriere, die den transepidermalen Wasserverlust begrenzt und so zum Erhalt der Hautfeuchtigkeit beiträgt. In Formulierungen übernimmt es außerdem eine strukturierende Funktion: Es verbessert die Viskosität, stabilisiert Emulsionen und fördert die Kohäsion zwischen den verschiedenen Bestandteilen, auch in Anwesenheit von Tensiden. Diese Vielseitigkeit erklärt seinen Einsatz in zahlreichen Produkten (Seren, Masken, Haarpflege), in denen es zudem zu einem glättenden und oberflächenweichmachenden Effekt beiträgt.
Auf der Haut verleiht diese Fähigkeit zur Filmbildung dem Pullulan eine unmittelbare glättende und straffende Wirkung rein physikalischer Natur. Es wirkt nicht in der Tiefe, verbessert jedoch das Erscheinungsbild der Epidermis, indem es deren Oberfläche ebnet und die Sichtbarkeit von Unebenheiten vorübergehend verringert. Darüber hinaus kann dieser Film die allmähliche Freisetzung bestimmter Wirkstoffe erleichtern, indem er deren Verdunstung begrenzt und ein hydratisiertes Umfeld aufrechterhält, das ihre Aktivität begünstigt. Auf dem Haar lagert sich Pullulan entlang der Haarfaser ab, wo es dazu beiträgt, die Cuticula zu umhüllen, das Gefühl von Geschmeidigkeit zu verbessern und den Glanz zu verstärken, ohne das Haar zu beschweren.
Über diese Oberflächeneffekte hinaus deuten einige Arbeiten auf ein potenzielles Interesse von Pullulan im Prozess der Wundheilung hin.
Eine experimentelle Studie an Ratten hat die topische Anwendung eines Pullulan-Gels auf Hautwunden untersucht. Die Ergebnisse zeigen eine signifikante Verbesserung mehrerer biologischer Marker, die an der Wundheilung beteiligt sind: eine Zunahme des Gehalts an Kollagen, an Proteinen und an DNA sowie eine Beschleunigung der Wundkontraktion. Die Epithelisierungszeit wurde halbiert, und histologische Analysen zeigten eine verbesserte dermale Regeneration, eine Neovaskularisation und eine gesteigerte Kollagensynthese. Obwohl diese Ergebnisse aus einem Tiermodell stammen, deuten sie darauf hin, dass Pullulan die Hautreparatur unterstützen könnte.