Im Gegensatz zu vielen kosmetischen Produkten enthalten die Pflegeprodukte von Typology keinen Duftstoff.
Diese Wahl der Formulierung beruht auf dem Bestreben, die Exposition gegenüber bestimmten Substanzen zu begrenzen, die für ihr allergenes Potenzial bekannt sind. Zwar ermöglicht die Zugabe von Duftstoffen in kosmetischen Produkten die Erzeugung angenehmer Gerüche, doch sind diese Moleküle sehr häufig allergen und können kutane Reaktionen wie Rötungen, Irritationen oder Juckreiz hervorrufen, insbesondere bei empfindlicher Haut. In Abwesenheit dieser maskierenden Stoffe entspricht der wahrgenommene Geruch daher unmittelbar demjenigen der verwendeten Rohstoffe.
Der Geruch der Typology-Pflegeprodukte stammt daher größtenteils von den Inhaltsstoffen selbst, insbesondere wenn sie natürlichen Ursprungs sind.
Pflanzenöle besitzen zum Beispiel charakteristische olfaktorische Signaturen : insbesondere das Pflaumenkernöl, das unter anderem in unserer Nährenden Gesichtscreme L42 enthalten ist, weist von Natur aus eine mandelartige Note auf, während andere Öle je nach ihrem Lipidprofil eher holzige Gerüche entwickeln können. Hydrolate und bestimmte ätherische Öle tragen ebenfalls zum Gesamtgeruch der Formulierungen bei. So ist Lavendelöl an seinem blumigen Duft erkennbar, das ätherische Öl des Teebaums zeigt einen stärker medizinischen und krautigen Geruch, während ätherisches Zitronen- oder Süßorangenöl frische, spritzige Noten einbringt. Andere, wie ätherisches Geraniumöl, besitzen einen leicht rosigen Blütenduft, oder wie beim Patchouliöl, der durch tiefere, erdigere Noten gekennzeichnet ist.
Einige kosmetische Wirkstoffe sind ebenfalls für ihren charakteristischen Geruch bekannt. Dies ist insbesondere beim Schwefel der Fall, der aufgrund seiner klärenden Eigenschaften eingesetzt wird, dessen Geruch jedoch besonders ausgeprägt ist. Um seine olfaktorische Wirkung zu verringern, können sogenannte Maskierungsmittel wie Zinkricinoleat integriert werden, die diese flüchtigen Verbindungen teilweise binden. Dies ist eine Formulierungsentscheidung, die wir für unser Gesichtspeeling bei Hautunreinheiten L73 getroffen haben. Andere Inhaltsstoffe, wie Milchsäure, die in unserer Peeling-Masken L71 enthalten ist, weisen ebenfalls einen erkennbaren Geruch auf, der mitunter leicht säuerlichen Noten zugeordnet wird, die mit ihrer chemischen Struktur zusammenhängen. Diese Gerüche, so überraschend sie auch sein mögen, sind den verwendeten Molekülen inhärent.
Konservierungssysteme können ebenfalls den Geruch eines Produkts beeinflussen. Benzylalkohol beispielsweise weist von Natur aus einen mandelähnlichen Geruch auf, während O-Cymen-5-ol eher synthetisch anmutende Noten hervorrufen kann. Diese Verbindungen werden allerdings in niedriger Konzentration eingesetzt, um die mikrobiologische Stabilität der Formulierungen zu gewährleisten. Ihre olfaktorische Wahrnehmung ist zwar zweitrangig, kann jedoch in Abwesenheit eines zugesetzten Parfüms trotzdem bemerkbar sein.
Gut zu wissen : O-Cymen-5-ol ist unter anderem Bestandteil unserer 9-Ingredient Gesichtspflege D41.
In Reinigungsprodukten kann der Geruch ebenfalls mit den Tensiden zusammenhängen, also mit den Substanzen, die für die Wasch- bzw. Reinigungskraft verantwortlich sind. Einige Tenside, wie etwa Cetylphosphat, können einen wenig angenehmen Geruch aufweisen. Diese Wahrnehmung ist umso ausgeprägter, je höher ihre Konzentration in Reinigern ist, deutlich höher als in Feuchtigkeitscremes. Aus diesem Grund haben wir bei Typology beschlossen, ätherische Öle in unser Klärendes Gesichtsreinigungsgel L12 und in unser Peelendes Gesichtsreinigungsgel L13 zu integrieren.