Die Keratosis pilaris ist eine häufige und gutartige Hauterkrankung, die durch das Auftreten von kleinen, rauen Papeln gekennzeichnet ist, meist an den Oberarmen, Oberschenkeln und am Gesäß. Sie beruht auf einer Störung der Keratinisierung, bei der sich Keratin an den Öffnungen der Haarfollikel ansammelt und hornige Pfropfen bildet. Diese Hyperkeratinisierung ist häufig mit trockener, manchmal entzündlicher Haut verbunden und kann durch genetische oder hormonelle Faktoren oder bestimmte Umweltbedingungen begünstigt werden. Obwohl sie harmlos ist, kann die Keratosis pilaris als unästhetisch empfunden werden, was die Suche nach Mitteln zur Abschwächung ihres Erscheinungsbildes motiviert.
Bei der Keratosis pilaris werden in der Regel keratolytische Wirkstoffe eingesetzt, wie die Glykolsäure oder die Milchsäure, die überschüssiges Keratin entfernen können.
Bis heute jedoch das Schwarzkümmelöl nicht mit keratolytischen Eigenschaften assoziiert ist. Seine lipidreiche Zusammensetzung und bioaktive Verbindungen wie Thymochinon verleihen ihm vielmehr nährende, antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften, die den Hautkomfort verbessern und die Hautbarriere. Andererseits hat keine klinische Studie eine spezifische Wirkung von Schwarzkümmelöl auf Keratosis pilaris oder die Normalisierung der Follikelkeratinisierung gezeigt. Es zielt daher nicht auf den zentralen Mechanismus dieses Hautproblems ab, nämlich die Ansammlung von Keratin.
Dabei hat eine klinische Studie kürzlich auf das Potenzial eines Schwarzkümmel-Extrakts bei einer anderen Form der Keratose aufmerksam gemacht: der Arsenik-Keratose. Obwohl sie sich von der Pinselkeratose unterscheidet, teilt sie einige biologische Mechanismen, insbesondere eine Hyperkeratinisierung. In dieser Studie, die an 32 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer palmarer Arsenik-Keratose durchgeführt wurde, wurde eine Salbe auf Basis eines Samenextrakts von Nigella sativa wurde über 12 Wochen angewendet (Konzentration nicht angegeben). Die Ergebnisse zeigten eine Mittlere Reduktion der Läsionsgröße um 72,8%. Die Studienautoren vermuten, dass der Nigella sativa-Extrakt eine dosisabhängige Zytotoxizität gegenüber hyperproliferativen Keratinozyten ausüben könnte, was die beobachtete Verbesserung erklären würde, ohne jedoch diesen Mechanismus nachgewiesen zu haben.