Der Squalan weist eine ölige und nährende Textur, ähnlich derjenigen pflanzlicher Öle. Genau diese Reichhaltigkeit führt häufig dazu, die Verträglichkeit für fettige oder zu Akne neigende Haut zu hinterfragen. Dennoch scheint Squalan die Poren, noch die Entstehung von Komedonen zu fördern.
Mehrere Studien haben gezeigt, dass Squalan ist nicht komedogen, im Gegensatz zu Squalen, dessen ungesättigte Struktur es anfällig für Oxidation macht.
Es sind nämlich die Oxidationsprodukte des Squalens, die sogenannten Squalenperoxide, die ein nachgewiesenes komedogenes Potenzial besitzen und zur Entzündungsreaktion bei akneanfälliger Haut beitragen. In einer experimentellen Studie wurde die Komedogenität von sechs Lipidsubstanzen, darunter Squalen und Squalan, an der Bauchhaut von Kaninchenohren verglichen – ein häufig verwendetes Modell zur Bewertung des komedogenen Potenzials kosmetischer Wirkstoffe. Die Forscher untersuchten sowohl die Effekte vor und nach UVA-Bestrahlung als auch den Lipidperoxidationsgrad.
Die Ergebnisse zeigten, dass durch UVA bestrahltes Squalen stark komedogen wurde, mit ausgeprägter Bildung von Komedonen, einhergehend mit Hyperplasie und follikulärer Hyperkeratose, während Squalan, selbst unter UVA-Exposition, keine komedonale Läsion auslöste. Darüber hinaus war die Lipidperoxidationsrate für Squalen stark erhöht, während sie für Squalan unverändert blieb, was dessen chemische Stabilität bestätigt. Diese Stabilität erklärt, warum Squalan nicht zur Oxidation neigt und keine irritierenden oder komedogenen Peroxide bildet. Die Studie zeigt somit, dass nur ungesättigte Lipide wie Squalen oder Ölsäure nach der Oxidation komedogen werden, im Gegensatz zu gesättigten Lipiden wie Squalan.