Über die Unterscheidung zwischen dynamischen und statischen Falten hinaus stützen sich einige wissenschaftliche Klassifikationen auf den morphologischen Aspekt der Falten, was ein besseres Verständnis dafür ermöglicht, warum einige Falten fein und oberflächlich bleiben, während andere tief und dauerhaft ausgeprägt werden, unabhängig von den Gesichtsbewegungen.
Oberflächliche atrophische Falten.
Die oberflächlichen atrophischen Falten entsprechen feinen, flachen Linien, oft mehrfach, die der Haut ein zerknittertes Aussehen verleihen. Sie sind hauptsächlich mit einer fortschreitenden Ausdünnung der Haut, sowohl in der Epidermis als auch in der oberflächlichen Dermis. Diese Falten treten häufig an Hautbereichen auf, die von Natur aus dünner sind oder stärker äußeren Einflüssen ausgesetzt sind. Sie können durch eine Abnahme der Hautfeuchtigkeit und durch eine Beeinträchtigung der natürlichen Hydratationsfaktoren verstärkt werden.
Tiefe elastotische Falten.
Tiefe elastotische Falten zeichnen sich durch ausgeprägte und lang anhaltende Furchen aus, die mit wesentlichen Veränderungen der extrazellulären Matrix. Sie sind eng verbunden mit demPhotoaging, das heißt eine durch chronische Sonnenstrahlung bedingte Hautalterung. Im Gegensatz zu oberflächlichen Falten weisen tiefe elastotische Falten auf eine dauerhafte Schädigung der stützenden Hautstrukturen hin.
Die Gravitationsfalten.
Die Gravitationsfalten entsprechen Hautvertiefungen, die mit dem fortschreitenden Absinken des Gewebes in Verbindung stehen, unter der kombinierten Einwirkung von Schwerkraft und verloren gegangenem strukturellem Halt. Sie resultieren nicht aus einer einfachen Muskelkontraktion, sondern aus einer Umverteilung der Volumina im Gesicht, bedingt durch den Rückgang von Kollagen, Elastin und subkutanem Fettgewebe. Diese Falten spiegeln ein globales mechanisches Ungleichgewicht wider, bei dem Haut und unterliegende Gewebe der gravitativen Zugkraft nicht mehr wirksam entgegentreten können. Sie äußern sich in breiten, tiefen Furchen.
Diese Klassifizierung der Falten basiert hauptsächlich auf ihrem Erscheinungsbild und ihrer Struktur.