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Vitamine E cheveux blancs

Vitamin E zur Bekämpfung von weißem Haar?

Es ist normal, dass das Haar im Laufe der Jahre ergraut. Mehrere Faktoren, darunter Genetik, Stress oder äußere Einflüsse, können diesen natürlichen Prozess beschleunigen. Das Auftreten von grauen Haaren kann von einigen Menschen als belastend empfunden werden, da sie das Gefühl haben, dass es sie älter aussehen lässt. Kann Vitamin E, dieses mächtige Antioxidans, ihr Auftreten verzögern? Oder, noch besser, kann es dazu beitragen, sie wieder zu pigmentieren? Die Antworten finden Sie in diesem Artikel.

Zusammenfassung
Veröffentlicht 23. April 2024, aktualisiert am 23. April 2024, von Pauline, Zuständig für die wissenschaftliche Kommunikation — 5 min Lesezeit

Vitamin E zur Verlangsamung des Ergrauens der Haare?

Das Ergrauen der Haare, auch bekannt als Canitie, ist ein völlig natürliches Phänomen, das jeden Einzelnen betrifft. Es tritt in der Regel um das 35. Lebensjahr auf, obwohl einige genetisch glücklichere Menschen noch mit 50 Jahren eine farbige Haarpracht haben. Neben der Vererbung können mehrere Faktoren die Depigmentierung der Haare beschleunigen, einschließlich oxidativem Stress. Tatsächlich haben mehrere Studien mit Rauchern und/oder Menschen, die sich häufig der Sonne aussetzen, gezeigt, dass freie Radikale die Melanozyten schädigen, die Zellen, die Melanin synthetisieren. Einer der Hauptwege, über die oxidativer Stress dauerhafte Schäden an Melanozyten verursacht, scheint über die Mitochondrien zu verlaufen, deren DNA besonders empfindlich ist. Zur Erinnerung, Mitochondrien sind intrazelluläre Organellen, die insbesondere in Melanozyten vorkommen und für die Zellfunktion unerlässlich sind. Die Anhäufung von Mutationen in den Melanozyten infolge der Angriffe freier Radikale behindert die Synthese von Melanin und führt zu einer vorzeitigen Ergrauung der Haarfasern.

Eine Methode zur Vorbeugung von Ergrauen besteht also darin, die Melanozyten und ihre Organellen vor freien Radikalen zu schützen. Dies ist die Aufgabe der körpereigenen Antioxidantien wie Superoxiddismutase, Katalase, Glutathion und Ubichinon, deren Aktivität und Anzahl jedoch manchmal unzureichend sind. Eine externe Zufuhr von Antioxidantien kann dann nützlich sein. Vitamin E ist ein guter Kandidat dafür. Tatsächlich ermöglicht seine aromatische chemische Struktur es, freie Radikale durch eine Elektronenspende zu neutralisieren und so zu verhindern, dass sie die Melanozyten verändern. Vitamin E könnte daher die Melanozyten schützen vor oxidativem Stress und den Verlust von Melanin in den Haaren verhindern. Es scheint jedoch sinnvoll zu denken, dass diese Molekül, ob oral eingenommen oder topisch angewendet, das Ergrauen der Haare verlangsamen könnte, keine wissenschaftliche Studie hat bisher diesen Effekt nachgewiesen. Mehrere Studien über Vitamin E haben seine photoprotektive Wirkung auf die Haarfasern gezeigt, konnten jedoch nicht schlüssig feststellen, ob es das Ergrauen verlangsamen kann.

Trotz ihrer antioxidativen Eigenschaften ist es heute unmöglich zu behaupten, dass Vitamin E das Auftreten von weißem Haar verhindern kann.

Weißes Haar: Kann Vitamin E sie wieder pigmentieren?

Wenn weißes Haar zu einer Quelle von Komplexität und Unbehagen wird, könnte es an der Zeit sein, Maßnahmen zur Wiederherstellung der Farbe zu ergreifen. Es gibt einige Behandlungen zu diesem Zweck, aber sie liefern in der Regel gemischte Ergebnisse. Was Vitamin E betrifft, gibt es keine wissenschaftlichen Beweise für seine Auswirkungen auf weißes Haar. Darüber hinaus ist weißes Haar nicht nur auf den Verlust der Aktivität der Melanozyten zurückzuführen, sondern auch auf die allmähliche Abnahme ihrer Anzahl. Daher würde Vitamin E, selbst wenn es die Melanozyten erreichen und die Melanogenese wieder ankurbeln könnte, nur dann eine Wirkung haben, wenn noch Melanozyten in den Haarzwiebeln vorhanden sind.

Rat : Heutzutage ist die beste Methode gegen weißes Haar das Auftragen einer Haarfärbung durch den Friseur. Obwohl das Ergebnis nur vorübergehend ist, handelt es sich um die effektivste Methode, um seine Farbe wiederherzustellen.

Quellen

  • PETERS E. & al. Towards a “free radical theory of graying”: melanocyte apoptosis in the aging human hair follicle is an indicator of oxidative stress induced tissue damage. The FASEB Journal (2006).

  • TRUEB R. M. Pharmacologic interventions in aging hair. Clinical Interventions in Aging (2006).

  • CODERCH L. & al. Efficacy of antioxidants in human hair. Journal of Photochemistry and Photobiology B: Biology (2012).

  • SEIBERG M. Age-induced hair greying - the multiple effects of oxidative stress. International Journal of Cosmetic Science (2013).

  • TRUEB R. M. The impact of oxidative stress on hair. International Journal of Cosmetic Science (2015).

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