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Ist weißes Haar genetisch bedingt?

Das Auftreten von grauen Haaren ist unvermeidlich und natürlich. Mehrere Faktoren werden beschuldigt, diesen Prozess zu beschleunigen, wie Stress, Sonne, Tabak... Die Rolle unserer Gene wird ebenfalls hinterfragt. Erben wir die Frühzeitigkeit unserer grauen Haare von unseren Eltern? Hier sind einige Antworten.

Zusammenfassung
Veröffentlicht 27. Januar 2024, von Pauline, Zuständig für die wissenschaftliche Kommunikation — 4 min Lesezeit

Ergrauen der Haare: Was passiert auf unseren Köpfen?

Obwohl das Alter, in dem die ersten weißen Haare auftreten, von Person zu Person variiert, bemerkt jeder eines Tages einige weiße Strähnen, die in seiner Haarpracht verborgen sind. Aus biologischer Sicht sind mehrere Mechanismen im Spiel. Das Ergrauen der Haare ist zunächst auf eine Abnahme der Aktivität und Anzahl der Melanozyten zurückzuführen, den Zellen, die Melanin synthetisieren. Dieses wird dann auf die Keratinozyten übertragen, die Zellen, die die dermale Papille des Haarfollikels umgeben. Die Verteilung von Melanin in den Keratinozyten bestimmt die Haarfarbe. Fehlt Melanin in seinem Kortex, wächst das Haar weiß.

Dazu kommt eine allmähliche Abnahme des Katalasegehalts in den Zellen der Kopfhaut. Katalase ist ein Enzym, das bestimmte reaktive Sauerstoffspezies, wie Wasserstoffperoxid, abbaut, bevor diese Prozesse zur Zerstörung von Melanin einleiten. Weniger Katalase bedeutet einen geringeren Schutz der Haarpigmentierung.

Gene, die an der Ergrauung der Haare beteiligt sind?

Können die oben beschriebenen Mechanismen mit der Genetik in Verbindung gebracht werden? Studien haben sich mit dieser Frage beschäftigt und sind sich einig: weißes Haar ist zumindest teilweise genetisch bedingt. Sie haben unter anderem gezeigt, dass Menschen mit sogenanntem kaukasischem Typ in der Regel Anfang dreißig ergrauen, solche mit einem sogenannten asiatischen Typ es Ende dreißig feststellen und solche mit einem sogenannten afrikanischen Typ es während ihrer vierziger Jahre sehen.

Mehrere Gene wurden ebenfalls als beteiligt an der Frühzeitigkeit von weißem Haar identifiziert, wie das MC1R-Gen (MelanoCortin 1 Rezeptor). Es befindet sich auf Chromosom 16 und ist ein Schlüsselgen in der Haarpigmentierung. Es kodiert für ein membranständiges Rezeptorprotein, das hauptsächlich in Melanozyten exprimiert wird. Tatsächlich, wenn das α-Melanocyt-stimulierende Hormon (α-MSH) an diesen Rezeptor bindet, aktiviert es eine Kaskade von Reaktionen innerhalb der Zelle, die zur Produktion von Melanin führt.

Eine genetische Mutation im MC1R-Gen kann die Funktionalität des Rezeptorproteins und somit die Melaninsynthese beeinflussen. Dies äußert sich in der Regel in einer hellen Haarfarbe, wie Blond, Rot oder Hellbraun. Darüber hinaus sind einige Allele des MC1R-Gens mit einem erhöhten Risiko für vorzeitiges Ergrauenverbunden. Studien haben gezeigt, dass bestimmte MC1R-Mutationen häufiger bei Individuen mit grauem oder weißem Haar vor dem Alter von 30 Jahren vorkommen.

Man könnte auch an das IRF4-Gen denken, das sich auf Chromosom 6 befindet und für ein Protein namens Interferon-Regulationsfaktor 4 kodiert. Dieser spielt eine Rolle bei der Regulation der Transkription, also dem Prozess, der es ermöglicht, genetische Informationen zur Produktion von Proteinen zu nutzen.

Bezüglich der Haarpigmentierung ist das IRF4-Gen an der Regulierung der Melaninproduktion beteiligt. Studien haben gezeigt, dass bestimmte spezifische genetische Variationen des IRF4-Gens den Zeitpunkt beeinflussen können, an dem graue Haare auftreten. Der genaue Mechanismus, durch den das IRF4-Gen das Ergrauen der Haare beeinflusst, ist noch nicht vollständig verstanden. Es wird jedoch vorgeschlagen, dass das IRF4-Gen die Differenzierung und Funktion der Melanozytenbeeinflussen könnte, was zu einer vorzeitigen Ergrauung der Haare führen würde.

Quellen

  • RAWNSLEY J. & al. Hair biology: Growth and pigmentation. Facial Plastic Surgery Clinics of North America (2018).

  • ARUNKAJOHNSAK S. & al. A review of the etiologies, clinical characteristics, and treatment of canities. International Journal of Dermatology (2019).

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