Arthrose ist eine chronisch-degenerative Gelenkerkrankung, die sich durch eine progressive Schädigung des Knorpels, das Gewebe, das die Enden der Knochen überzieht. Wenn dieser Knorpel dünner wird und Risse bildet, verliert das Gelenk seine Stoßdämpfungsfunktion, was zu mechanischen Schmerzen, Steifheit, eingeschränkter Beweglichkeit und manchmal zu Gelenkdeformitäten führt. Im Gegensatz zu einer weit verbreiteten Vorstellung ist Arthrose nicht ausschließlich auf altersbedingten Verschleiß zurückzuführen. Mehrere Faktoren tragen zur Entstehung dieser Erkrankung bei. Neben dem Alterungsprozess spielen Übergewicht, wiederkehrende mechanische Belastungen, Gelenktraumata, bestimmte anatomische Anomalien sowie genetische Prädispositionen eine wichtige Rolle.
Physiopathologisch geht die Arthrose mit einer chronischen Niedriggradentzündung und einem oxidativen Stress erheblichen Ausmaßes einher, die das Gleichgewicht zwischen Knorpelsynthese und -abbau stören.
Das Schwarzkümmelöl wird manchmal als natürliche Lösung zur Linderung arthrosebedingter Gelenkschmerzen, hauptsächlich aufgrund seiner entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften. Diese Effekte werden größtenteils dem Thymoquinon, seinem wichtigsten bioaktiven Inhaltsstoff, zugeschrieben. Mechanistisch kann Thymoquinon die Aktivierung proinflammatorischer Signalwege wie NF-κB hemmen, was zu einer Verringerung der Produktion entzündungsfördernder Zytokine und Mediatoren führt, die an Schmerz und Gelenkzerstörung beteiligt sind. Darüber hinaus ermöglichen seine antioxidativen Eigenschaften die Begrenzung der Bildung von freien Radikalen, instabiler Moleküle, die den Knorpelabbau beschleunigen.
Indem es sowohl chronische Entzündungen niedrigen Grades als auch oxidativen Schaden reduziert, könnte Schwarzkümmelöl bei Arthrose nützlich sein.
Mehrere Studien haben sich auf Tiermodelle gestützt, um die Wirkungen des Schwarzkümmelöls auf Gelenkentzündungen und Schmerzen. Eine Studie konzentrierte sich dabei auf die präventive Wirksamkeit von Schwarzkümmelöl in einem Polyarthritismodell induziert bei der Ratte durch das vollständige Freundsche Adjuvans (CFA), ein klassisch eingesetztes experimentelles Modell zur Nachbildung einer chronischen Gelenkentzündung. Das Schwarzkümmelöl wurde 25 Tage lang oral in zwei Dosierungen (0,91 und 1,82 mL/kg) verabreicht und mit einer Gruppe verglichen, die mit Indometacin, einem etablierten nichtsteroidalen Antiphlogistikum, behandelt wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass Schwarzkümmelöl das Gelenködem, den Arthritisscore sowie bestimmte verhaltensbezogene Schmerzzeichen signifikant reduziert. Auf biologischer Ebene wurde zudem eine Verminderung systemischer Entzündungsmarker, insbesondere Interleukin-6 und C-reaktives Protein, beobachtet.