3 Pflegeprodukte für Ihre individuelle Bräune ohne UV-Strahlen

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Différentes sous-classes de céramides.

Die verschiedenen Arten von Ceramide

Ceramide wurden sehr schnell mit der Feuchtigkeitsversorgung in Verbindung gebracht und fanden so Einzug in die Entwicklung von Hautpflegeprodukten. "EOS-Ceramide", "NS-Ceramide", "NP-Ceramide"... Sie sind unter verschiedenen INCI-Bezeichnungen in den Inhaltsstofflisten zu finden. Aber was hat es mit diesen verschiedenen Unterklassen von Ceramide auf sich?

Was Sie über die verschiedenen Ceramidklassen wissen sollten

Die Ceramide sind das Produkt der Amidationsreaktion einer Sphingoidbase und einer gesättigten oder einfach ungesättigten Fettsäure.

Die große Vielfalt der Ceramide unterscheidet sich je nach Art der Sphingoidbase und der Art der assoziierten Fettsäure.

In der Epidermis wurden 16 Unterklassen von Ceramiden identifiziert.

Ceramide – Was ist das?

Ceramide sind zusammen mit Cholesterin (25%) und freien Fettsäuren (25%) essentielle und schützende Lipidkomponenten der Haut. Eine gesunde Epidermis besteht zu etwa 50% aus Ceramiden, daher ist ihr Vorhandensein so wichtig. Ceramide fungieren als "interkorneozytärer Zement": Sie sorgen für einen guten Zusammenhalt zwischen den Zellen der Hornschicht und halten so die Epidermis intakt. Sie bremsen den Wasserverlust und das Eindringen schädlicher externer Substanzen und sorgen für Geschmeidigkeit.

Mit zunehmendem Alter oder aufgrund von äußeren Einflüssen (UV-Strahlen, Temperaturschwankungen, Umweltverschmutzung usw.), wenn ihr Gehalt abnimmt, wird die Hautbarriere geschwächt und die Haut wird trockener, was zu einer fahlen, rauen Haut führt, die anfälliger für externe Stressfaktoren und Dehydrierung ist. Hier setzen Pflegeprodukte auf Ceramidbasis an, um dieses Defizit auszugleichen und so die Hautbarriere wieder aufzubauen.

Ceramide – eine große Familie von Lipiden.

Ceramide sind polare Lipide, die zur Familie der Sphingolipide gehören, strukturell heterogen und komplex sind und daher in den INCI-Listen unter verschiedenen Bezeichnungen auftauchen. Sie entstehen durch die Kombination einer langkettigen Sphingoidbase mit einer Fettsäure über eine Amidbindung.

Ceramide sind synthetischen oder pflanzlichen Ursprungs und werden je nach Anzahl der Kohlenstoffatome der Fettsäure (zwischen 16 und 36 Kohlenstoffen), dem Grad der Ungesättigtheit (gesättigt oder einfach ungesättigt) und der Kettenlänge der Sphingoidreste in verschiedene Gruppen unterteilt.

Die Nomenklatur zur Bezeichnung der Ceramide basiert auf einem Buchstabencode, der sich auf die chemischen Veränderungen der verschiedenen Ceramidarten bezieht. Der erste Buchstabe informiert über die Art der Modifikation der Fettsäure: N steht für eine nicht-hydroxylierte Fettsäure, A für eine in α-Position hydroxylierte Fettsäure, O für eine in ω-Position hydroxylierte Fettsäure und EO, wenn die ω-hydroxylierte Säure verestert ist. Der zweite Buchstabe definiert den Typ der Sphingoidbase: S steht für Sphingosin, P für Phytosphingosin, H für 6-Hydroxy-sphingosin, dS für Dihydroxysphingosin und T für Dihydroxy-sphinganin.

Anmerkung: Die ursprüngliche Nomenklatur der Ceramide basierte auf einer Reihe von Zahlen von 1 bis 8, entsprechend den sechs chromatographisch getrennten Ceramidfraktionen, die in der menschlichen Haut bestimmt wurden. Je höher die Zahl, desto größer die Polarität.

Daraus ergibt sich somit eine Gesamtzahl von 18 verschiedenen Arten von Hautceramiden. Dazu zählen unter anderem: Ceramid AdS (Ceramid 11), Ceramid AH (Ceramid 7), Ceramid AP (Ceramid 6), Ceramid AS (Ceramid 5), Ceramid EAS oder 1-O-EAS, Ceramid ENS oder 1-O-ENS, Ceramid EOdS, Ceramid EOH (Ceramid 4), Ceramid EOP (Ceramid 9), Ceramid EOS (Ceramid 1), Ceramid OS, Ceramid OH, Ceramid OP, Ceramid NdS oder NG (Ceramid 10), Ceramid NH (Ceramid 8), Ceramid NP (Ceramid 3), Ceramid NS (Ceramid 2) und Ceramid NT.

Wissenswertes über diese Unterklassen von Ceramiden.

  • Die Ceramide AdS, AH, AP und AS haben eine sehr ähnliche Struktur wie die Ceramide NdS, NH, NP und NS, sie unterscheiden sich jedoch durch die Hydroxylierung der Fettsäure in α-Position.

  • Bei veresterten Ceramiden kann die Veresterung entweder am Fettsäureteil in ω-Position (EO), meist mit Linolsäure, oder am primären Hydroxyl in 1-Position der Sphingoidbase (1-O-E), meist mit einer gesättigten Acylkette, erfolgen.

  • Die Veresterung verleiht den Ceramiden eine bessere Stabilität gegen oxidative Einflüsse.

  • Ceramide, deren "Fettsäure"-Teil in der ω (O)-Position hydroxidiert ist, kommen im menschlichen Stratum corneum am seltensten vor.

  • Ceramide vom Typ Dihydroxysphingosin (dS) unterscheiden sich von denen vom Typ Sphingosin (S) durch das Fehlen der trans-Doppelbindung in der Hauptgruppe, wodurch diese dann durchlässiger für Wasser und verschiedene Substanzen wird.

  • Die Klasse von Ceramiden, deren Fettsäureanteil in der ω-Position verestert ist, ist unter dem Namen Acylceramide bekannt.

  • Ceramide mit einer nicht-hydroxylierten Fettsäure (N) ist die Gruppe von Ceramiden, die im Vergleich zu allen Ceramid-Unterklassen am häufigsten im Stratum corneum vorkommt, insbesondere die NP- und NS-Ceramide.


Unsere Lippenmaske enthält NS-Ceramide, die zur Reparatur der Hautbarriere beitragen, sowie feuchtigkeitsspendende Hyaluronsäure (INCI-Name: Sodium Hyaluronate) und pflegende Mangobutter (INCI-Name: Mangifera Indica Seed Butter).

Sources

  • GHIDONI R. & al. Ceramide composition of the psoriatic scale. Biochimica et Biophysica Acta (1993).

  • DOBNER B. & al. Characterisation of a new ceramide EOS species/ synthesis and investigation of the thermotropic phase behaviour and influence on the bilayer architecture of stratum corneum lipid model membranes. Soft Matter (2011).

  • HELDRETH B. & al. Safety assessment of ceramides as used in cosmetics. Cosmetic Ingredient Review (2015).

  • NEUBERT R. H. H. & al. State of the art in stratum corneum research/ the biophysical properties of ceramides. Chemistry and Physics of Lipids (2018).

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