Sehr gut verträglich, kann Kornblumenhydrolat auf die Augenpartie aufgetragen werden, um Anzeichen von Müdigkeit wie Augenringe und Tränensäcke zu mildern.
Seine Wirkung auf Tränensäcke wird häufig seinen abschwellenden Eigenschaften zugeschrieben, die in Wirklichkeit stark mit der Kälte zusammenhängen, wenn es im Kühlschrank aufbewahrt wird: Die Absenkung der Temperatur führt zu einer vorübergehenden Vasokonstriktion und begrenzt die Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe. Das Hydrolat wirkt daher vor allem als gut verträgliches wässriges Trägermedium, das diesen kühlenden Effekt verstärkt. Was Augenringe betrifft, ob vaskulären oder pigmentären Ursprungs, so sind die wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit von Kornblumenhydrolat noch begrenzt, doch einige Ergebnisse deuten darauf hin, dass es Anzeichen von Müdigkeit, insbesondere Schwellungen, reduzieren könnte.
Wie wendet man Kornblumenhydrolat konkret auf die Augenpartie an?
In der Praxis wird Kornblumenhydrolat in getränkten Kompressen verwendet, die für einige Minuten auf die geschlossenen Augen aufgelegt werden. Diese Anwendung ist insbesondere am Morgen sinnvoll, wenn Flüssigkeitsansammlungen am deutlichsten sichtbar sind, kann jedoch auch am Ende des Tages erfolgen, um müde Augen zu beruhigen, zum Beispiel nach einem Arbeitstag vor dem Bildschirm.
Um die Wirkung auf Tränensäcke zu maximieren, wird empfohlen, das Hydrolat im Kühlschrank aufzubewahren.
Kälte ist hier ein Schlüsselfaktor: Sie wirkt direkt auf den Durchmesser der Gefäße und die Kapillarpermeabilität, was dazu beiträgt, die Schwellung zu begrenzen. Durch das Auslösen einer vorübergehenden Vasokonstriktion verringert sie vorübergehend den lokalen Blutzufluss und bremst die Ausbreitung von Flüssigkeiten in das umliegende Gewebe. Diese Abnahme des kapillären hydrostatischen Drucks trägt somit dazu bei, die Bildung oder das Fortbestehen von Schwellungen zu begrenzen.
Die Anwendung des Kornblumenhydrolats kann auch ohne Wattepad erfolgen, indem zwei bis drei Tropfen mit sauberen Fingern entnommen und anschließend sanft auf die Augenpartie eingeklopft werden. Dieses Vorgehen ermöglicht es, Reibungen zu verringern, die für diesen Bereich, in dem die Haut besonders dünn ist, häufig zu aggressiv sind.