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Warum haben wir Schuppen?

Warum haben wir Schuppen?

Schuppen sind eine häufige Erscheinung auf der Kopfhaut. Obwohl sie harmlos sind, können sie die Lebensqualität der Betroffenen beeinträchtigen, indem sie Komplexe verursachen. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die verschiedenen Ursachen, die zu Schuppen führen können.

Veröffentlicht 1. Dezember 2022, von La rédaction, — 6 min Lesezeit

Was sind Schuppen?

Schuppen sind eine verbreitete Erscheinung auf der Kopfhaut, die bei jedem zweiten Menschen vorkommt. Es handelt sich dabei um kleine, abgestorbene Zellen, die gelblich, gräulich oder weißlich sind. In der Regel sind Schuppen leicht zu erkennen. Sie können an der Kopfhaut haften bleiben oder sich von ihr ablösen, bevor sie sich im Haar verteilen und wie Schnee auf den Rücken und die Schultern fallen. Diese Schuppen werden von einem mehr oder weniger starken Juckreiz begleitet.

Im Allgemeinen sind Männer stärker von diesem Ungleichgewicht der Kopfhaut betroffen als Frauen. Schuppen treten meist in der Pubertät auf, wobei der Höhepunkt bei etwa 20-Jährigen zu beobachtenden ist.

Abgesehen von den körperlichen Beschwerden durch den Juckreiz können Schuppen auch das Selbstwertgefühl beeinträchtigen, da sie einen ungepflegten Eindruck vermitteln. Dieser Eindruck ist jedoch völlig unbegründet. Doch wie entstehen Schuppen?

Wie entstehen Schuppen?

Schuppen entstehen durch eine beschleunigte Hauterneuerung in Verbindung mit einer abnormalen Abschuppung. Das bedeutet, dass zu viele Zellen produziert werden. Da die Zellen der Epidermis nicht reif genug sind, bleiben sie verklumpt und lösen sich übermäßig in weißen Klumpen ab: Das sind Schuppen.

Während der Prozess, wie Schuppen entstehen, eindeutig geklärt ist, ist die genaue Ursache nach wie vor umstritten. Bisher wurden mehrere mögliche Ursachen identifiziert.

Welche Ursachen gibt es?

Wie bereits erwähnt, sind Schuppen das Ergebnis einer beschleunigten Zellerneuerung. Diese Problematik resultiert aus einer Störung der Kopfhaut, die ihrerseits durch zahlreiche Mechanismen ausgelöst werden kann:

  • Eine Vermehrung von Pilzen des Typs Malassezia.

Mehrere Studien deuten darauf hin, dass Malassezia-Pilze eine große Rolle bei der Entstehung von Schuppen spielen.

Malassezia ist eine Gattung von Hefepilzen, welche sich von Ihren Wirten ernähren, ihn aber nicht schädigen. Sie finden sich auf Mensch und Tier. Sie sind lipophile Hefen, d. h. ihr Wachstum ist von bestimmten Fettsäuren in der Haut abhängig. Man findet sie vor allem in den seborrhoischen Bereichen des Körpers.

Unter bestimmten Bedingungen können diese Hefen krank machen. In Studien wurde Malassezia auf der Kopfhaut von Menschen mit Schuppen nachgewiesen. Malassezia besitzt nämlich eine Lipase-Aktivität, das heißt, es hydrolysiert die im Talg vorhandenen Triglyceride, wobei ungesättigte Fettsäuren wie Ölsäure und Arachidonsäure freigesetzt werden. Letztere sind Stoffwechselprodukte, die eine abnormale Differenzierung der Keratinozyten verursachen. Dies führt zu Anomalien der Hornschicht, wie z. B. Parakeratose. Darüber hinaus verursachen die von Malassezia produzierten Metaboliten die Produktion von entzündungsfördernden Zytokinen in den Keratinozyten. Arachidonsäure produziert ebenfalls Prostaglandine, die entzündungsfördernd sind.

Hinweis: Parakeratose ist eine Dermatose, die durch eine abnormale Reifung des Keratins gekennzeichnet ist. Sie äußert sich durch rote Läsionen und Schuppen.

Allerdings würde das bloße Vorhandensein von Malassezia auf der Kopfhaut nicht ausreichen, um Schuppen zu entwickeln. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass die individuelle Veranlagung und die Interaktion des Wirts mit Malassezia zurEntstehung von Schuppen beitragen.

Die Aktivität der Talgdrüsen.

Talgdrüsen sind Drüsen, die der Epidermis angegliedert sind und Talg absondern. Sie befinden sich auf der gesamten Körperoberfläche außer auf den Handflächen und Fußsohlen. Im Bereich der Kopfhaut sind die Talgdrüsen in sehr großen Mengen vorhanden.

Aufgrund der hormonellen Schwankungen produzieren die Talgdrüsen während der Pubertät besonders viel Talg. Zudem ist die Talgproduktion bei Männern stärker ausgeprägt. Das Auftreten von Schuppen weist eine starke zeitliche Korrelation mit der Aktivität der Talgdrüsen auf, da Schuppen in der Regel zum Zeitpunkt der Pubertät auftreten. Der Grund dafür ist, dass sich Malassezia-Pilze von Fettsäuren ernähren, die in der Haut und insbesondere im Talg vorkommen.

  • Eine individuelle Anfälligkeit.

Neben der Koloniebildung durch Malassezia-Pilze und der Überproduktion von Talg gibt es auch noch andere Faktoren, die zur Entstehung von Schuppen beitragen. Zu diesen Faktoren gehören der genetische Faktor, die Barrierefunktion der Haut oder auch die Ernährung.

Manche Menschen verfügen über eine genetische Veranlagung zur Entwicklung von Schuppen. Studien an Tier- und Menschenmodellen haben dominante und rezessiv erbliche Formen von Schuppen identifiziert. Diese Problematik kann dann ein Leben lang anhalten und scheint auf die üblicherweise angebotenen Behandlungen nicht zu reagieren.

Schuppen können auch durch eine fehlerhafte Barrierefunktion verursacht werden, die auf eine Störung der Lipidorganisation und des Abschuppungsprozesses zurückzuführen ist. In Studien wurden bei Menschen mit Schuppen, Anomalien der Hautbarriere auf der Kopfhaut festgestellt.

Während einige Menschen von Natur aus anfällig für Schuppen sind, entwickeln sich diese bei anderen unter dem Einfluss verschiedener Faktoren, wie z. B. emotionalem Stress oder einer unausgewogenen Ernährung. Diese Faktoren begünstigen eine übermäßige Talgsekretion, die ein günstiges Milieu für die Entwicklung von Malassezia-Hefepilzen darstellt.

Es gibt also nicht nur eine einzige Ursache für Schuppen. Das Vorhandensein von Malassezia-Hefe, die Aktivität der Talgdrüsen und verschiedene Faktoren wie Ernährung, Stress und Genetik bestimmen, ob jemand anfällig für Schuppen ist oder nicht.

Source

  • Luis J. Borda & Tongyu C. Wikramanayake, Seborrheic Dermatitis and Dandruff: A Comprehensive Review (2015)

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