Die Mykose des Nagels, oder Onychomykose, ist eine Pilzinfektion, die am häufigsten die Fußnägel befällt, aber auch die Fingernägel befallen kann. Sie wird verursacht durch Dermatophyten, Hefen oder Schimmelpilze, und zeigt sich durch eine Verdickung des Nagels, eine Verfärbung, die von Gelb bis Braun reichen kann, sowie eine zunehmende Brüchigkeit bis hin zur Ablösung der Nagelplatte. Diese Infektion schreitet langsam voran und gestaltet sich aufgrund der dichten, verhornten Struktur des Nagels, schwer zu behandeln, da sie eine natürliche Barriere darstellt, die das Eindringen von Therapien einschränkt. Obwohl die Onychomykose in der Regel gutartig ist, kann sie hartnäckig werden, sich auf weitere Nägel ausbreiten und bei Risikogruppen wie Diabetikern oder Personen mit Durchblutungsstörungen Komplikationen begünstigen.
Im Verdachtsfall auf eine Nagelmykose ist es ratsam, eine Gesundheitsfachperson, zum Beispiel eine Apothekerin oder einen Apotheker, zu konsultieren, die bzw. der Sie zu den geeigneten Produkten beraten kann, um die Infektion zu beseitigen.
In Anbetracht dieser Nagelproblematik wenden sich manche Menschen lieber natürlichen Lösungen zu, sei es für sich selbst oder für ihre Kinder. Allerdings garantiert die Natürlichkeit eines Produkts weder dessen Wirksamkeit noch seine Verträglichkeit. Bezüglich des pflanzlichen Schwarzkümmelöls und Nagelmykose, ist seine Wirksamkeit alles andere als belegt. Das theoretische Interesse an Schwarzkümmel beruht häufig auf der Präsenz von Thymochinon, einer bioaktiven Verbindung, die in verschiedenen experimentellen Modellen antibakterielle (gegen grampositive und gramnegative Bakterien) und antifungale Eigenschaften gezeigt hat. Jedoch wurden diese Effekte hauptsächlich mit isoliertem Thymochinon oder mit konzentrierten Extrakten, ja sogar mit dem ätherischen Schwarzkümmelöl, das deutlich höhere Thymochinon-Gehalte aufweist. Im Gegensatz dazu enthält pflanzliches Schwarzkümmelöl nur einen geringen Anteil, in der Regel weniger als 1%, was jede signifikante antifungale Wirkung bei topischer Anwendung am Nagel zweifelhaft macht.
Bis heute bezieht sich die einzige Studie, die auf ein mögliches Interesse von Schwarzkümmelöl im Kontext der Onychomykose hinweist, nicht auf dessen eigene antifungizide Wirkung, sondern auf seine Rolle als Penetrationsförderer für ein Referenzantimykotikum. In der genannten Studie wurde eine innovative Formulierung von Ketoconazol – einem gut etablierten Antimykotikum – als Mikroemulsion in einem Hydrogel entwickelt, die Schwarzkümmelöl zur Verbesserung der Penetration enthält. Die Wissenschaftler zeigten, dass die Kombination von Ketoconazol und Schwarzkümmelöl zu einer besseren antifungiziden Aktivität in vitrogegenCandida albicansundAspergillus nigerim Vergleich zu einer handelsüblichen Ketoconazol-Creme.