Die bislang vorliegenden Daten lassen darauf schließen, dass das Dipeptid Diaminobutyroyl-Benzylamid-Diacetat bei topischer Anwendung sicher ist.
Sein Wirkmechanismus beruht auf einer moderaten postsynaptischen Hemmung der nikotinischen Acetylcholinrezeptoren, beschränkt auf die Hautoberfläche. Im Gegensatz zu injizierbaren Verfahren, die direkt in tieferen Muskelregionen wirken, wie Botox, dieses Peptid wirkt lokal und mild. Bei den in der Kosmetik üblichen Konzentrationen verursacht es keine Muskellähmung, sondern eine subtile Modulation der Mikrokontraktionen.
Außerdem sollte die Tatsache, dass es als Analogon von Peptiden aus bestimmten Giften präsentiert wird, nicht beunruhigen: Es handelt sich nicht um einen Gift-Extrakt, sondern um ein synthetisches Molekül, das entwickelt wurde, um einen präzisen biologischen Mechanismus kontrolliert zu reproduzieren, ohne dessen Toxizität beizubehalten. Die in der Kosmetik verwendeten Konzentrationen sind streng geregelt und sehr weit entfernt von jeglicher toxischen Aktivität.
Schließlich berichten die wissenschaftlichen Publikationen bis heute nicht von unerwünschten Wirkungen im Zusammenhang mit seiner topischen Anwendung. Es ist jedoch hervorzuheben, dass die veröffentlichten klinischen Daten begrenzt sind. Analog dazu haben andere topisch angewendete Peptide mit neuromuskulärer Aktivität keine besorgniserregenden Nebenwirkungen gezeigt, aber ergänzende Studien wären hilfreich um diese Beobachtungen zu untermauern.
Gleichwohl bleibt – wie bei jedem Inhaltsstoff – eine individuelle Reaktion möglich, weshalb es wichtig ist, seine Kosmetika zu testen bei der ersten Anwendung.