Die Einschränkung von geruchsbedingten Effekten der Schweißbildung beruht in erster Linie auf einem einfachen Prinzip: die Anhäufung von Schweiß zu reduzieren und die bakterielle Umwandlung der Sekrete zu begrenzen.
Eine gute Hygiene ist daher der erste Schritt. Sich regelmäßig zu waschen, insbesondere nach körperlicher Aktivität, ermöglicht es, sowohl den Schweiß als auch einen Teil der auf der Hautoberfläche vorhandenen Mikroorganismen zu entfernen. Es ist ebenfalls wichtig, sich gründlich abzutrocknen, da verbleibende Feuchtigkeit das bakterielle Wachstum begünstigt.
Die Kleiderwahl kann ebenfalls hilfreich sein. Synthetische Materialien neigen dazu, Wärme und Feuchtigkeit zu speichern und schaffen dadurch ein Umfeld, das die Geruchsbildung begünstigt. Im Gegensatz dazu ermöglichen Naturfasern wie Baumwolle, Leinen oder Wolle eine bessere Verdunstung von Schweiß und begrenzen die Hautmazeration. Für die Füße gilt dasselbe Prinzip: Atmungsaktive Schuhe bevorzugen, zu enge Modelle vermeiden und die Paare im Wechsel tragen, hilft, die Feuchtigkeit zu reduzieren und damit die bakterielle Vermehrung einzudämmen.
Über diese Maßnahmen hinaus können Deodorants und Antitranspirantien eine Lösung darstellen.
Ihr Wirkmechanismus unterscheidet sich. Deodorants wirken hauptsächlich, indem sie das Wachstum der Bakterien begrenzen, die für die Bildung geruchsaktiver Verbindungen verantwortlich sind, oder indem sie diese Moleküle neutralisieren. Antitranspirantien hingegen zielen darauf ab, die Schweißproduktion zu verringern, indem sie die Schweißkanäle teilweise verengen, meist mithilfe von Aluminiumsalzen. Durch die Verringerung der verfügbaren Schweißmenge reduzieren sie indirekt das Substrat, das von den Bakterien genutzt wird. Der Einsatz von Aluminiumsalzen ist jedoch Gegenstand von Diskussionen. Ihre Fähigkeit, die Schweißdrüsen zu blockieren, ist gut dokumentiert, doch ihre Langzeitsicherheit bleibt umstritten, insbesondere aufgrund ihres Potenzials, sich im Körper anzureichern. Nach heutigem Kenntnisstand erlauben die vorliegenden Daten keine endgültige Schlussfolgerung auf ein gesichertes Risiko bei den in Kosmetika verwendeten Dosierungen, doch diese Unsicherheit befeuert die Suche nach alternativen Lösungen.
So haben kürzlich einige Wissenschaftler versucht, nicht mehr nur die Schweißproduktion zu unterdrücken, sondern das Hautmikrobiom zu modulieren. In einer Studie wurden daher Antitranspirant-Formulierungen untersucht, die mit Lysaten von Lactobacillus ferment angereichert waren, kombiniert mit Pflanzenextrakten wie Hopfen (Humulus lupulus) und Salbei (Salvia officinalis). In einem Modell des axillären Mikrobioms ermöglichte die Zugabe dieser Verbindungen eine signifikante Reduktion der an der Geruchsbildung beteiligten Mikroorganismen, wobei gleichzeitig ein stabileres mikrobielles Gleichgewicht gefördert wurde. Die Formulierungen, die diese Postbiotika enthielten, erwiesen sich als wirksamer als solche ohne diese Zusätze, was darauf hindeutet, dass die gezielte Beeinflussung des bakteriellen Ökosystems eine interessante Alternative zu Aluminiumsalzen darstellen könnte.