Einige einfache Maßnahmen können dazu beitragen, die Schweißproduktion im Gesicht zu begrenzen. Die Hygiene ist dabei zunächst entscheidend: tägliches Duschen, besonders nach körperlicher Anstrengung, anschließend das Gesicht sorgfältig abtrocknen, um ein anhaltendes Gefühl von Feuchtigkeit zu vermeiden, die Verwendung milder Reinigungsprodukte, die die Hautbarriere nicht stören und die Reaktivität der Haut nicht verstärken … all dies sind sinnvolle Praktiken, die man umsetzen sollte. Ebenso ist es bei einer Neigung zu vermehrtem Schwitzen im Gesicht ratsam, eher zu einer leichten Feuchtigkeitscreme als zu einer reichhaltigen zu greifen, insbesondere in den Sommermonaten, um keine Wärme an der Hautoberfläche einzuschließen.
Wenn Sie im Verlauf des Tages bemerken, dass Ihre Stirn durch Schwitzen feucht wird, zögern Sie nicht, Reinigungstücher oder ein Thermalwasserspray zu verwenden, um sich zu erfrischen, bevor Sie Ihr Gesicht mit einem sauberen Tuch trocknen.
Die Gesichtsschweißbildung kann manchmal von der Ernährung beeinflusst werden. Alkohol oder scharf gewürzte Speisen fördern beispielsweise die Vasodilatation und können bei manchen Personen das Schwitzen verstärken. Diese Empfindlichkeit ist jedoch von Individuum zu Individuum sehr unterschiedlich. Wenn Sie zu Hyperhidrose im Gesicht neigen, kann es hilfreich sein, ein Ernährungstagebuch zu führen, um mögliche Auslöser zu identifizieren. Indem Sie diejenigen Nahrungsmittel erkennen, die die Schweißbildung offenbar verstärken, können Sie Ihren Konsum anschließend anpassen, insbesondere in Situationen, in denen Sie sie begrenzen möchten.
Schließlich kann, wenn das Schwitzen mit Stress verbunden ist, das Erlernen von Techniken der Emotionsregulation, wie kontrollierte Atmung, Meditation oder Yoga, dazu beitragen, die Aktivierung des sympathischen Nervensystems zu verringern und folglich die Schweißepisoden zu reduzieren.
Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, können topische Lösungen in Betracht gezogen werden. Bestimmte Deodorants zielen darauf ab, die Aktivität der Schweißdrüsen lokal zu reduzieren. In einer Studie mit 25 Patienten mit fazialer Hyperhidrose wurde die Wirksamkeit eines Deodorants mit 2 % Glycopyrrolat untersucht, das auf eine Stirnhälfte aufgetragen wurde, während die andere Hälfte als Kontrolle mit einem Placebo diente. Die Ergebnisse zeigen eine signifikante Verringerung der Schweißproduktion. Subjektiv beurteilten 88 % der Patienten die Wirkung als gut bis ausgezeichnet, und 96 % gaben an, mit dem Ergebnis zufrieden zu sein. Der Effekt ist jedoch vorübergehend, da bei der Mehrheit der Teilnehmenden das Schwitzen innerhalb von 24 bis 48 Stunden wieder auftritt, was wiederholte Anwendungen erforderlich macht.