Um besser zu verstehen, ob das Schwitzen übermäßig ist, kann man außerdem seine Verteilung am Körper beobachten. In den meisten Fällen spricht man von lokalisierter Hyperhidrose, das heißt, sie betrifft bestimmte spezifische Körperregionen, meist die Achselhöhlen, die Handflächen, die Fußsohlen oder auch das Gesicht. Seltener tritt dagegen ein generalisiertes Schwitzen auf, das den gesamten Körper betrifft. Diese Form macht etwa 10 % der Fälle aus und kann in jedem Alter auftreten.
Es ist auch zu beachten, dass zwischen primärer und sekundärer Hyperhidrose unterschieden wird.
Die primäre Hyperhidrose ist die häufigste Form. Sie entspricht in der Regel einer lokalisierten Schweißbildung, ohne eindeutig identifizierbare medizinische Ursache. Man nimmt an, dass sie mit einer Hyperaktivität des sympathischen Nervensystems zusammenhängt, die die Schweißdrüsen übermäßig stimuliert – selbst dann, wenn kein tatsächlicher Bedarf besteht. Verschiedene Faktoren können Episoden auslösen oder verstärken, etwa Stress, starke Emotionen, Wärme, körperliche Anstrengung, der Konsum von Alkohol oder scharfen Speisen. Außerdem wird eine genetische Veranlagung diskutiert, da ein nicht unerheblicher Teil der Patientinnen und Patienten über familiäre Vorbelastungen berichtet.
Im Gegensatz dazu ist die sekundäre Hyperhidrose mit einer identifizierbaren Ursache verbunden. Sie ist häufig generalisiert, kann jedoch in bestimmten Fällen auch lokalisiert auftreten. Sie kann mit verschiedenen Zuständen oder Erkrankungen assoziiert sein, wie etwa mit der Menopause, Übergewicht, Angststörungen, der Einnahme bestimmter Medikamente oder Krankheiten wie Hyperthyreose, bestimmten Infektionen, Krebserkrankungen oder der Parkinson-Krankheit.
Mehrere Tipps können dabei helfen, weniger zu schwitzen. Wenn diese nicht ausreichen, zögern Sie nicht, einen Arzt aufzusuchen, damit er Ihnen hilft, eine geeignete Lösung zu finden.