Für die schwersten Fälle von palmoplantarer Hyperhidrose, die gegenüber allen anderen Therapieformen resistent sind, kann die sogenannte endoskopische thorakale Sympathektomie als letzte Behandlungsoption in Betracht gezogen werden. Dieser Eingriff besteht darin, die Nerven der sympathischen Kette zu durchtrennen, die für die Stimulation der Schweißdrüsen an den Händen verantwortlich sind. Obwohl es sich um eine invasive Operation handelt, ist sie sehr wirksam bei der Behandlung der palmaren Hyperhidrose und wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien untersucht.
Eine Übersicht über Patienten, die zwischen 2004 und 2015 operiert wurden, bestätigt, dass die Vorteile dieses Eingriffs langfristig erhalten bleiben. Mit einem medianen Beobachtungszeitraum von fünf Jahren nach der Operation sind die Ergebnisse eindeutig: 84 % der Patienten berichten von einer anhaltenden Verbesserung ihrer Lebensqualität, und 86 % haben eine gesteigerte Fähigkeit festgestellt, ihre täglichen Aufgaben zu bewältigen. Die Gesamtzufriedenheitsrate liegt bei 97 %, wobei nahezu alle Patienten angeben, dass sie den Eingriff einem nahestehenden Menschen mit derselben Erkrankung empfehlen würden.
Allerdings bleibt die kompensatorische Schweißbildung die größte Herausforderung dieser Operation. Dabei handelt es sich um einen Mechanismus, bei dem der Körper den Schweiß über andere Körperregionen – häufig den Rücken oder den Bauch – absondert, um das Ausbleiben der Schweißproduktion an den Händen auszugleichen.
Die Studie zeigt, dass 84 % der Operierten dieses Phänomen erleben. Obwohl es von 22 % von ihnen als schwerwiegend eingestuft wird, ist die große Mehrheit (78 %) der Ansicht, dass dieses neue Schwitzen deutlich weniger beeinträchtigend ist als die ursprüngliche palmare Hyperhidrose. Trotz dieser Nebenwirkung überwiegen im postoperativen Gesamtergebnis der Zugewinn an Komfort und die psychische Entlastung, wieder trockene Hände zu haben, bei weitem.