Zinkgluconat ist ebenfalls für seine anerkannten heilungsfördernden Eigenschaften und seine Fähigkeit, die Bildung von Narbengewebe zu fördern. Darüber hinaus macht seine entzündungshemmende Aktivität, die auf seiner Fähigkeit beruht, die Freisetzung von TNF-α, eines proinflammatorischen Zytokins, zu hemmen, zu einem wertvollen Wirkstoff, um Hautreizungen zu lindern. Außerdem haben Studien gezeigt, dass das Zinkgluconat auch in der Haaranwendung nützlich ist und dabei hilft, Schuppen zu reduzieren durch die Eliminierung der Pilze Malassezia, die zum Teil für Schuppen verantwortlich sind, und Haarausfall vorzubeugen. Diese letzte Eigenschaft lässt sich durch seine Fähigkeit erklären, die 5-α-Reduktase zu hemmen und damit die Produktion von DHT zu begrenzen, ein Hormon, das die Haarfollikel schneller in die Telogenphase, auch Ruhephase genannt, überführt.
Über diese Effekte hinaus kann Zinkgluconat auch im Zusammenhang mit der atopischen Dermatitis von Interesse sein. Diese chronisch-entzündliche Erkrankung beruht auf komplexen immunologischen Mechanismen, die eine Fehlfunktion der Hautbarriere, eine anhaltende Entzündung und ein Ungleichgewicht der Immunantwort umfassen. Zink ist jedoch ein essentielles Spurenelement für das einwandfreie Funktionieren des Immunsystems und der Hautbarriere. Ein Zinkmangel kann die Haut schwächen und die Freisetzung proinflammatorischer Mediatoren fördern, was zur Verschlechterung atopischer Läsionen beiträgt.
Eine Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen den Serumspiegeln von Zink und der Pathophysiologie des Ekzems. Die Forschenden beobachteten, dass die 168 an atopischer Dermatitis erkrankten Patienten signifikant niedrigere Zinkspiegel aufwiesen als die 137 gesunden Probanden, verbunden mit einer Überexpression der Chemokin CXCL10 im Epidermisbereich – einem Molekül, das für die Rekrutierung von Immunzellen verantwortlich ist und die Entzündung der Haut aufrechterhält.