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Traitement d'un poil incarné infecté.

Wie behandelt man ein infiziertes eingewachsenes Haar?

Eingewachsene Haare treten häufig nach der Rasur oder Epilation auf, können sich jedoch bis zu einer lokalen Infektion oder sogar zu einem Abszess entwickeln, wenn die Entzündung tief reicht. Rötung, Schmerz und Schwellung sind dann Warnsignale, die nicht ignoriert werden dürfen. Wie erkennt man ein infiziertes eingewachsenes Haar und welche Maßnahmen sind zu ergreifen? Lesen Sie weiter, um die Situation besser zu verstehen und richtig zu handeln.

Veröffentlicht am 15. Juni 2022, aktualisiert am 7. Januar 2026, von Sandrine, Wissenschaftliche Redakteurin — 8 Minuten Lesezeit

Das Wesentliche zum Behalten.

  • Ein eingewachsenes Haar kann sich infizieren und zu einer Follikulitis entwickeln, meist im Zusammenhang mit der Vermehrung des Bakteriums Staphylococcus aureus.

  • Die Rasur, insbesondere bei Menschen mit krausem Haar, fördert das Einwachsen des Haares und die Entzündung des Haarfollikels.

  • Im Falle eines infizierten eingewachsenen Haares sollte man niemals den Pickel aufstechen, da dies die Infektion verschlimmern kann.

  • Eine strikte Hygiene (tägliche sanfte Reinigung, sauberer persönlicher Rasierer, vorübergehender Verzicht auf die Haarentfernung) begünstigt die Heilung eines infizierten eingewachsenen Haares.

  • Leichte Infektionen eingewachsener Haare heilen häufig von selbst, doch schwerere Ausprägungen erfordern eine ärztliche Beurteilung und manchmal eine gezielte Behandlung.

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Wie kann sich ein eingewachsenes Haar infizieren?

Ein eingewachsenes Haar zeigt sich meist durch kleine rote Papeln, die mit einer lokalen Entzündung einhergehen. In einigen Fällen kann diese Hautreaktion zu einer Infektion des Haarfollikels, der sogenannten Follikulitis. Diese wird in der Regel durch bakterielle Proliferation verursacht, meist durch Staphylococcus aureus, begünstigt durch eine Hautbarriere geschwächt. Klinisch zeigt sich dies durch das Auftreten entzündlicher Knötchen, die mitunter eitrig gefüllt, druckempfindlich und hartnäckig sind. In manchen Fällen kann die Infektion infolge eines eingewachsenen Haares zu einer Zyste fortschreiten oder sogar zu einem lokal begrenzten Abszess, der eine medizinische Behandlung erfordert.

Die Technik der Haarentfernung beeinflusst signifikant das Auftreten eingewachsener Haare.

Tatsächlich weisen nach der Rasur glatt abgeschnittene Haare eine spitze Endung auf. Beim Nachwachsen können sie sich wieder krümmen und erneut in die Epidermis eindringen, anstatt die Hautoberfläche zu durchstoßen, und so eine lokale Entzündungsreaktion auslösen. Diese Situation schafft ein günstiges Milieu für eine bakterielle Invasion und eine Infektion des Follikels. Weitere Faktoren erhöhen das Risiko eingewachsener Haare, insbesondere die Haarbeschaffenheit. Lockiges oder krauses Haar stellt aufgrund des spitzen Winkels, den es mit der Hautoberfläche bildet und der das Eindringen in die Haut erleichtert, einen wesentlichen Risikofaktor dar. Auch genetische Prädispositionen wurden diskutiert, insbesondere Mutationen des Gens KRT75, das an der Struktur des Haarfollikels beteiligt ist.

Die Pathophysiologie eines infizierten eingewachsenen Haares beruht auf der Einstülpung des Haares in die Epidermis, was eine lokale Entzündungsreaktion auslöst, gefolgt von einer Infektion im Falle einer bakteriellen Besiedlung.

Wissenschaftlich wird dieses Phänomen unter dem Begriff Pseudofolliculitis barbae. Es handelt sich um eine chronische entzündliche Hauterkrankung, häufig nach der Rasur beobachtet, insbesondere am Hals und an den Wangen, aber auch in Bereichen mit regelmäßiger Haarentfernung wie der Bikinaregion. An diesen Lokalisationen kann aufgrund der hohen Haarfollikeldichte, der lokalen Feuchtigkeit und wiederholter Reibung ein Abszess eines eingewachsenen Haares im Bikini- oder Schambereich auftreten. Sie ist gekennzeichnet durch Papeln und Pusteln sekundär infolge des Einwachsens von Haaren, das sich bei manchen Individuen zu Narben oder Keloiden ausbilden kann.

Eingewachsenes Haar: Was tun bei einer Infektion?

Bei einem infizierten eingewachsenen Haar ist die erste Regel, die Pustel nicht aufzustechen, um den Eiter zu entleeren.

Diese Manipulation, die häufig mit den Fingern oder einem nicht sterilen Gegenstand durchgeführt wird, begünstigt die Einschleusung neuer Bakterien in den bereits infizierten Haarfollikel. Sie kann dadurch die lokale Entzündung verschlimmern, die Infektionsdauer verlängern und das Risiko von Komplikationen erhöhen, wie etwa die Bildung von Furunkeln, die einer tiefen Infektion des Haar-Talg-Follikels entsprechen.

Die Behandlung beruht in erster Linie auf angepassten Hygienemaßnahmen. Es wird empfohlen, den betroffenen Bereich ein- bis zweimal täglich vorsichtig mit lauwarmem Wasser und einem milden Reiniger zu reinigen, um die bakterielle Proliferation einzudämmen, ohne die Hautbarriere zusätzlich zu beeinträchtigen. Die tägliche Anwendung eines lokalen Antiseptikums kann ebenfalls in Erwägung gezogen werden, um die bakterielle Belastung zu reduzieren.

In ausgeprägten Entzündungsfällen kann die Gesundheitsfachkraft zudem eine steroidhaltige Creme bei eingewachsenen Haaren empfehlen, um die Entzündung und das peripfolliculäre Ödem zu reduzieren. Es ist ebenfalls unerlässlich, jegliche Form der Haarentfernung oder Rasur auszusetzen im betroffenen Bereich, bis die Läsionen vollständig abgeklungen sind, um eine Fortführung der Entzündung und das Auftreten neuer Follikelinfektionen zu vermeiden.

In der Mehrzahl der Fälle bleibt die mit einem eingewachsenen Haar einhergehende Infektion oberflächlich und vorübergehend, mit einer Abheilung innerhalb weniger Tage. Entwickeln sich die Läsionen jedoch zu sehr schmerzhaften, ausgedehnten Formen, treten Allgemeinsymptome auf oder entsteht ein Abszess, ist eine dermatologische Konsultation notwendig. Je nach Schweregrad kann der Arzt topische oder oral verabreichte Antibiotika verordnen, um die bakterielle Infektion zu kontrollieren. Weitere lokale Ansätze können ebenfalls empfohlen werden, wie zum Beispiel Benzoylperoxid, mit antibakteriellen Eigenschaften, oder Retinoide topisch, die dazu beitragen, die Follikelkeratinisierung zu normalisieren und Rezidive zu begrenzen.

In bestimmten Fällen können alternative therapeutische Ansätze in Betracht gezogen werden. Wenn infizierte eingewachsene Haare zu anhaltenden Pigmentflecken, insbesondere bei dunklen Hauttypen, kann der Dermatologe den Einsatz depigmentierender Wirkstoffe wie Hydrochinon. Es wirkt durch Hemmung der Tyrosinase, eines Schlüsselenzyms im Melaninsyntheseprozess, und ermöglicht eine schrittweise Verringerung der postinflammatorischen Hyperpigmentierung.

Bei Patienten mit infizierten eingewachsenen Haaren häufig und gegenüber klassischen Maßnahmen resistent, insbesondere im Rahmen der Pseudofolliculitis barbae, stellt der Laser eine interessante grundlegende Behandlungsoption dar. Durch die gezielte Reduktion des Haarfollikels sowie der Haardichte und -steifigkeit verringert der Laser das Risiko eines subkutanen Nachwachsens und damit einhergehender entzündlicher und infektiöser Phänomene.

Außerdem, insbesondere bei Frauen, kann auch die topische Anwendung von Eflornithin vorgeschlagen werden. Dieser Wirkstoff hemmt die Ornithin-Decarboxylase, ein Enzym, das am Haarwachstum beteiligt ist, wodurch das Haarwachstum verlangsamt wird. Indem sie die Häufigkeit der Rasur oder Epilation reduziert, trägt sie indirekt dazu bei, eingewachsene Haare und assoziierte Follikelinfektionen zu begrenzen.

Schließlich, wenn infizierte eingewachsene Haare im Kontext einer übermäßigen oder ungewöhnlichen Körperbehaarung, kann eine endokrinologische Konsultation sinnvoll sein. Ein hormonelles Ungleichgewicht, insbesondere eine Hyperandrogenämie, kann eine dichte und dicke Körperbehaarung fördern und dadurch mechanisch das Risiko für eingewachsene Haare und chronische Follikulitiden erhöhen.

Les différents traitements en cas de poil incarné infecté.

Die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bei infiziertem eingewachsenem Haar.

Quelle : FRIEDMAN A. J. & al. Pseudofolliculitis barbae in women: A clinical perspective. British Journal of Dermatology (2015).

Infizierte eingewachsene Haare: Wie kann man sie vermeiden?

Um das Infektionsrisiko bei eingewachsenen Haaren zu reduzieren, ist eine gründliche Hygiene unerlässlich, insbesondere beim Rasieren oder Epilieren. Der Rasierer sollte nach jedem Zug sorgfältig mit lauwarmem Wasser abgespült werden, um Haare, Hautrückstände und Mikroorganismen zu entfernen. Es ist außerdem wichtig, die Klinge regelmäßig zu wechseln, da eine stumpfe Klinge Mikroverletzungen und bakterielle Vermehrung begünstigt. Zudem ist der Rasierer ein rein persönliches Utensil: Die gemeinsame Nutzung oder das Verwenden eines fremden Geräts erhöht das Risiko einer bakteriellen Übertragung deutlich, insbesondere von Staphylococcus aureus.

Außerdem begünstigt eine zu häufige Rasur, gegen den Strich oder unter zu hohem Druck ausgeführt, das Durchtrennen der Haare unterhalb der Hautoberfläche und erhöht so das Risiko eingewachsener Haare.

Um das Auftreten eingewachsener Haare zu reduzieren, empfehlen wir Ihnen auch, Ihre Haut regelmäßig zu befeuchten und zu exfolieren. Tatsächlich begünstigt trockene oder verdickte Haut die Verstopfung des Haarfollikels und verhindert, dass das Haar die Hautoberfläche korrekt durchbricht. Indem man die Hautbarriere, reduziert man mechanisch das Risiko eingewachsener Haare… und damit auch infizierter eingewachsener Haare.

Quellen

FAQ sur les poils incarnés infectés.

Wie lässt sich ein infiziertes eingewachsenes Haar erkennen?

Ein infiziertes eingewachsenes Haar zeigt sich als roter, schmerzhafter, manchmal warmer Knoten mit Eiter. Im Gegensatz zu einem einfachen eingewachsenen Haar ist die Entzündung stärker ausgeprägt und kann von einer lokalen Schwellung begleitet sein. Die Schmerzen nehmen beim Berühren häufig zu.

Kann man ein infiziertes, eingewachsenes Haar aufstechen?

Nein, es wird dringend davon abgeraten, ein infiziertes eingewachsenes Haar aufzuspießen, da dadurch weitere Bakterien eingebracht und die Infektion verschlimmert werden kann. Selbst mit sterilem Instrumentarium empfehlen wir dies nicht, um das Risiko von Abszessen und Narbenbildung zu minimieren. Es ist besser, die Läsion sich entwickeln zu lassen oder einen Gesundheitsfachmann zu konsultieren.

Wie lange dauert die Heilung eines infizierten eingewachsenen Haares?

Eine leichte Infektion kann bei guter lokaler Hygiene innerhalb weniger Tage abklingen. Schwerere oder tiefere Formen hingegen können ohne angemessene Behandlung mehrere Wochen andauern. Eine medizinische Therapie kann dann erforderlich sein.

Begünstigt das Rasieren infizierte eingewachsene Haare?

Ja, die Rasur ist einer der wichtigsten begünstigenden Faktoren. Sie führt zu kurzen, spitzen Haaren, die unter die Haut einwachsen können und eine Entzündung des Haarfollikels verursachen. Häufig rasierte Bereiche sind daher besonders gefährdet.

Warum neigen gekräuselte Haare eher zum Einwachsen?

Gekräuselte Haare neigen dazu, beim Nachwachsen eine Krümmung auszubilden, die in die Haut eindringt. Diese Konstellation begünstigt Entzündungen sowie die Entstehung von Mikroverletzungen, die Infektionen fördern.

Kann ein infiziertes, eingewachsenes Haar eine Narbe hinterlassen?

Ja, insbesondere wenn er manipuliert wird oder sich eine tiefere Infektion entwickelt. Narben können pigmentiert oder hypertroph sein, in einigen Fällen sogar keloidartig. Eine frühzeitige Behandlung kann dieses Risiko begrenzen.

Wann sollte man bei einem infizierten eingewachsenen Haar einen Dermatologen aufsuchen?

Eine Konsultation wird empfohlen bei starken Schmerzen, reichlich eitrigem Ausfluss, Fieber oder häufigen Rezidiven.

Sind infizierte eingewachsene Haare ansteckend?

Ein eingewachsenes Haar ist an sich nicht ansteckend, jedoch kann das für die Infektion verantwortliche Bakterium durch das Teilen von Rasierern oder Handtüchern übertragen werden. Daher ist es wichtig, eigenes Material zu verwenden und dieses sauber zu halten.

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