Diese Grenze erklärt sich insbesondere durch das Vorkommen von Pulegon und Menthofuran im ätherischen Pfefferminzöl, Substanzen, die in hohen Dosen potenziell toxisch sind. Aufgrund dieser Risiken empfehlen die Autoren zudem, die Anwendung bei bestimmten Bevölkerungsgruppen vollständig zu vermeiden, insbesondere bei Personen mit Vorhofflimmern oder einem Glukose-6-phosphat-Dehydrogenase (G6PD)-Defizit.
Um das Risiko einer Hautreaktion zu verringern, empfehlen wir Ihnen auch, einen Epikutantest durchzuführen, bevor Sie ein Pflegeprodukt mit ätherischem Pfefferminzöl verwenden. Dabei wird eine kleine Menge des Produkts in der Ellenbeuge aufgetragen und 24 Stunden gewartet. Das Ausbleiben von Rötungen, Juckreiz oder Brennen ist ein guter Indikator für die Hautverträglichkeit.
Es ist ebenfalls anzumerken, dass das ätherische Öl der Pfefferminze ein neurotoxisches Potenzial aufweist, das hauptsächlich auf seinem hohen Gehalt an Menthol, Menthon und Isomenthon beruht – Moleküle aus der Gruppe der Ketone. Diese Verbindungen haben die Fähigkeit, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und im Falle einer Überdosierung oder bei längerer Anwendung die Funktion des Nervensystems zu stören, indem sie die Myelinscheide, die die Neuronen schützt, beeinträchtigen.
Aus diesen Gründen ist das ätherische Öl der Pfefferminze während der Schwangerschaft, und wird bei stillenden Frauen sowie bei Kindern unter 6 Jahren nicht empfohlen.
Schließlich, obwohl das ätherische Pfefferminzöl oral eingenommen werden kann, ist es ratsam, dass diese Anwendung nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgt, über einen kurzen Zeitraum und in begrenzten Dosierungen (in der Regel nicht mehr als 3 Tropfen pro Tag). Außerdem sollten Asthmatiker, Diabetiker, Epileptiker, Personen mit Lebererkrankungen oder hormonabhängigen Krebsformen unbedingt vor jeder Anwendung einen Gesundheitsfachmann konsultieren, da dieses ätherische Öl mit bestimmten Medikamenten interagieren und deren Wirksamkeit verändern kann.