Zink wird häufig in Pflegeprodukten verwendet, die für unreine Haut bestimmt sind.
Dies ist insbesondere auf seine entzündungshemmenden Eigenschaften zurückzuführen. Mehrere Studien haben gezeigt, dass es dazu beiträgt, die kutane Immunantwort zu modulieren, indem es die Produktion proinflammatorischer Zytokine verringert, wie IL‑1β, IL‑17A oder TNF‑α, die an den entzündlichen Prozessen beteiligt sind, die bei Akne beobachtet werden. Durch die Begrenzung dieser Entzündung hilft Zink, Rötungen und entzündliche Läsionen abzuschwächen, wie etwa Papeln und Pusteln.
Zink besitzt außerdem mattierende und antibakterielle Eigenschaften. Einerseits kann es die Talgproduktion verringern, indem es das Enzym 5-Alpha-Reduktase hemmt, das für die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) verantwortlich ist, ein Hormon, das die Aktivität der Talgdrüsen anregt. Indem es diese hormonelle Stimulation begrenzt, trägt Zink dazu bei, den Talgüberschuss zu reduzieren, der die Poren der Haut verstopfen und Unreinheiten verursachen kann. Andererseits weisen bestimmte Zinkformen eine antimikrobielle Aktivität gegen Cutibacterium acnes auf, das Bakterium, das mit der Entstehung von Akne-Läsionen in Verbindung gebracht wird.
Diese Effekte wurden insbesondere in neueren Untersuchungen zu Zinkoxid (ZnO) erforscht. Ein 2025 veröffentlichter Übersichtsartikel hat mehrere in-vitro--Studien, Tierstudien sowie eine klinische Humanstudie zur topischen Anwendung von Zinkoxid gegenCutibacterium acnes ausgewertet. In der eingeschlossenen klinischen Studie führte die Anwendung eines Gels mit 0,5 % Zinkoxid in Kombination mit Hyaluronsäure, das zweimal täglich verwendet wurde, zu einer signifikanten Reduktion der Zahl entzündlicher Läsionen nach vier Wochen, ohne dabei Hautirritationen zu verursachen.