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Steckbrief: Erythrodermische Psoriasis

Definition: Aussergewöhnliche, aber sehr schwere entzündliche Form von Psoriasis, die sich durch erythematöse Schuppenbildung (Rötungen und Hautschuppen) auf dem gesamten Körper (mehr als 90% der Hautfläche) auszeichnet und auch von Fieber, Schmerzen, Herzinsuffizienz, möglichem Ödem und Schüttelfrost begleitet wird. In diesem Fall erfüllt die Haut nicht mehr ihre Schutzbarrierenfunktion, was zu einem Risiko von Sekundärinfektionen und Dehydration führen kann. Die erythrodermische Psoriasis macht 1 bis 2,25% der Fälle aus.
Interne und externe Ursachen: Bestimmte Medikamente (Lithium, Antimalariamittel); Infektionen; plötzlicher Abbruch einer intensiven Behandlung mit oralen oder topischen Kortikosteroiden.
Wie man sie reduziert oder beseitigt: Notfallhospitalisierung, einschließlich der Verabreichung von intravenösen Flüssigkeiten und der Regulierung der Körpertemperatur; Verwendung von Emollients und feuchten Verbänden; Einnahme von Immunsuppressiva (Methotrexat oder Ciclosporin); Behandlung mit Biologika mit TNF-α-Inhibitoren (Efalizumab, Infliximab, Etanercept oder Alefacept); Verwendung von IL-12/23-Inhibitoren (Ustekinumab).
Vorbeugende Maßnahmen: /