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Steckbrief: Menschliche Krätze

Definition: Die ansteckende Ektoparasitenkrankheit, verursacht durch die Milbenart Sarcoptes scabiei, äußert sich in fast ständigem chronischem Juckreiz. Die befruchtete erwachsene Weibchen hat die Fähigkeit, in die oberflächliche Schicht der Epidermis einzudringen und dort ihre Eier zu legen. Krätze ist eine häufige Hauterkrankung, es wird geschätzt, dass weltweit etwa 300 Millionen Menschen betroffen sind. Sie tritt in allen Altersgruppen, Bevölkerungsgruppen und sozioökonomischen Umgebungen auf, obwohl sie in warmen und tropischen Ländern häufiger ist. Es gibt verschiedene Formen von Krätze: die klassische gewöhnliche Krätze, die Krätze des Säuglings, die hyperkeratotische Krustenkrätze (norwegische), sowie die ekzematöse Krätze und die überinfizierte Krätze (komplizierte Formen).
Interne und externe Ursachen: Direkter physischer Kontakt, wiederholter oder verlängerter Kontakt mit einer infizierten Person (Enge); indirekte Übertragung durch Kleidung oder Bettwäsche (seltener, außer bei der krustigen Form).
Wie man sie reduziert oder beseitigt: Einen Dermatologen aufsuchen; Kleidung, Bettwäsche (Bettlaken, Kissen, etc.) und Handtücher bei einer Temperatur über 50°C waschen, oder die Wäsche mindestens 4 Stunden lang mit einem Akarizid imprägnieren oder sie mindestens 3 Tage lang in einem verschlossenen Beutel aufbewahren, und dies jeweils am Tag nach der Behandlung; den Wohnort reinigen; ärztliche Verschreibung von topischen Mitteln (Permethrin-Creme, Schwefelsalbe, Crotamiton-Creme oder -Lotion, Benzylbenzoat-Emulsion, etc.); Einnahme von oralen Medikamenten bei Krätze oder ausgedehnter Krätze (Ivermectin, etc.). Die vorgeschlagenen Behandlungen töten jedoch nicht die Eier des Parasiten. Es ist notwendig, die Behandlung zu wiederholen, um die neu geschlüpften Milben zu töten. Darüber hinaus müssen zur Verhinderung neuer Krätzeausbrüche alle Personen im Haushalt behandelt werden, auch wenn sie keine Symptome aufweisen.
Vorbeugende Maßnahmen: Vermeiden Sie den "Haut-zu-Haut"-Kontakt mit einer befallenen Person, insbesondere wenn sie einen juckenden Hautausschlag aufweist.